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28. Januar 2025

Zukunft der Ernährung erleben: Q1-Schüler*innen der Gesamtschule an der Lippequelle erkunden innovative Agrarsysteme in Oberhausen

Wie können Metropolregionen auch in Zukunft ausreichend und nachhaltig mit Lebensmitteln versorgt werden? Welche Rolle spielen dabei Innovationen wie vertikale Anbaumethoden und nachhaltige Kultivierungssysteme? Diesen und weiteren spannenden Fragen gingen kürzlich rund zehn Schüler*innen der Q1 der Gesamtschule an der Lippequelle auf den Grund. Im Zuge eines außerschulischen Lerntages besuchten sie das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen, das sich auf genau diese Zukunftsthemen spezialisiert hat.Bereits bei der Ankunft am Fraunhofer-Institut wurde die Gruppe herzlich empfangen. Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit des Instituts, das sich mit Forschungsfragen rund um nachhaltige Technologien für Umwelt, Sicherheit und Energie beschäftigt, startete das abwechslungsreiche Tagesprogramm. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Landwirtschaft im urbanen Raum neu gedacht werden kann, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.
Ein besonderer Schwerpunkt des Instituts liegt auf der Entwicklung nachhaltiger Kultivierungssysteme für Nahrungsmittel in resilienten Metropolregionen. Die Schüler*innen erfuhren, welche Lösungsansätze Wissenschaftler*innen verfolgen, um den steigenden Bedarf an gesunden Lebensmitteln trotz begrenzter Ressourcen und zunehmender Urbanisierung zu decken.
Während der Führung wurden verschiedene Forschungsprojekte vorgestellt, die sich mit dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern in geschlossenen Kreislaufsystemen beschäftigen. Dabei steht nicht nur die Ertragssteigerung im Vordergrund, sondern auch die Schonung von Wasser, Boden und Energie. Die Jugendlichen waren beeindruckt, wie durch intelligente Steuerung und Sensorik der Einsatz von Ressourcen optimiert und gleichzeitig die Umweltbelastung reduziert werden kann.
Im weiteren Verlauf des Tagesprogramms stand die Vorstellung moderner vertikaler Anbaumethoden im Mittelpunkt. Anders als in herkömmlichen landwirtschaftlichen Betrieben wird bei dieser Technik die Anbaufläche in die Höhe erweitert: In mehreren Ebenen übereinander wachsen hier Salate, Kräuter und Tomaten in regalgroßen Strukturen.
Die Schüler*innen erhielten Einblick in die verschiedenen Technologien, die für den vertikalen Anbau eingesetzt werden – von speziellen LED-Lichtsystemen zur optimalen Photosynthese bis hin zu hydroponischen Systemen, bei denen Pflanzen nicht in Erde, sondern in Nährstofflösungen wurzeln. Besonders spannend war die Diskussion über die Vorteile dieser Methode: Weniger Flächenbedarf, geringerer Wasserverbrauch, keine Pestizide und die Möglichkeit, direkt in der Stadt frische Produkte zu erzeugen, ohne lange Transportwege.
Im Rahmen der Führungen wurde deutlich, wie vielfältig die Ansätze für die Landwirtschaft von morgen sind. Die Entwicklung neuer Agrarsysteme, die auf Nachhaltigkeit und Resilienz setzen, ist ein zentrales Forschungsfeld am Fraunhofer. Die Schüler*innen erfuhren, wie urbane Farmen künftig zum festen Bestandteil von Stadtquartieren werden könnten und welche Rolle Digitalisierung und Automatisierung dabei spielen.
Ein Forscher erklärte anschaulich, wie Sensoren und künstliche Intelligenz dazu beitragen, das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen in Echtzeit zu überwachen und zu steuern. Dadurch lassen sich Erträge verbessern, Ressourcen sparen und die Qualität der Ernte sichern. Gleichzeitig wurde diskutiert, wie wichtig eine breite Akzeptanz in der Gesellschaft und die Vernetzung mit lokalen Akteur*innen ist, damit solche Lösungen in der Praxis funktionieren können.
Ein weiterer Programmpunkt war der Austausch mit Wissenschaftler*innen, die sich für Fragen und Diskussionen viel Zeit nahmen. Die Schüler*innen konnten ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zum Thema "Ernährung der Zukunft" einbringen und mit den Expert*innen des Fraunhofer-Instituts diskutieren. Besonders interessiert zeigten sich viele an den Möglichkeiten, wie Technik und Natur im urbanen Raum in Einklang gebracht werden können.
Der Besuch am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik war für die Q1-Schüler*innen der Gesamtschule an der Lippequelle ein voller Erfolg und eine wertvolle Erfahrung. Sie lernten nicht nur innovative Technologien für die Landwirtschaft der Zukunft kennen, sondern erhielten auch spannende Einblicke in den Alltag von Wissenschaftler*innen.
Viele der Teilnehmenden zeigten sich am Ende des Tages motiviert, die gewonnenen Erkenntnisse in eigene Projekte und Präsentationen einzubringen – und vielleicht sogar später selbst einen Beitrag zur nachhaltigen Ernährung unserer Städte zu leisten. Das Fazit der Gruppe fiel entsprechend positiv aus: Ein Tag voller Eindrücke, der Lust macht auf mehr Forschung, Innovation und Engagement für eine lebenswerte Zukunft.





